Pflanzen in der Kunst

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Als wir sesshaft wurden, Felder bestellten, Grenzen zogen, Mauern errichteten, im Rythmus der Jahreszeiten die gleichen Arbeiten repetierten, begannen wir auch Alltagsgegenstände mit Mustern zu verschönern.

Pflanzen eigneten sich besonders gut als Vorlagen. Wir woben Blumengirlanden in Kleidungsstücke ein, bemalten oder schnitzten Bordüren in Holzbalken, -türen und -wände. Nicht nur Bäuerinnen, Städterinnen und Edelleute oder Klerus auch Maler*innen, bzw. die Kunst befasste sich früh mit Pflanzen und deren Darstellung in absoluter Schönheit. Im Mittelalter wurden die bis dahin bekannten Blumen mit Symbolik behaftet. Sie stellten bildlich etwas dar, was oft nicht auszusprechen war.

Das Abbilden des Pflanzlichen Formenreichtums setzt sich über die Jahrhunderte fort. Lässt die Welt mal über die Massen verrückt spielen mit dem Tulpenzwiebel-Fieber im 16. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen Stillleben flämischer und niederländischer Malerei in der Pflanzen eine vorrangige Position übernahmen.

Viele Pflanzen-Entdeckungen der neuen Welt erreichen Europa in den nächsten dreihundert Jahren und finden in Gärten, auf Feldern und in Klöstern und Häusern einen Platz. Oft helfen sie mit, die europäische Bevölkerung besser zu ernähren.

Claude Monet, Meister des Impressionismus, dessen Anliegen in seiner Malerei die Schönheit und Atmosphäre war, in dem er versuchte Pflanzen zu durchdringen um sie so zu erfahren.
Vor der Erfindung der Fotografie, wird gezeichnet und gemalt. Oft auch als Möglichkeit eine wissenschaftliche Einordnung vorzunehmen.

Und in der Moderne widmet sich Georgia O’Keefe durch ihre grossen und nah an den Blüten gemalten Blumenbilder dem Symbolismus und der Sexualität.

In den 1970er Jahren mündet das Bewusstsein für Umweltschutz in Aktivismus. Joseph Beuys, lässt ab 1982, 7000 Eichen pflanzen, um der Verstädterung eine künstlerische und ökologische Intervention entgegenzusetzen.

Die Kunst nimmt sich diesen Themen mehr und mehr an. Von einem Ausstellungsbesuch in Weil a. Rhein ausgehend, werfe ich einen Blick auf Arbeiten mir bekannter Künstler*innen, die sich mit Pflanzen und unseren Umgang damit, auseinandersetzen und gebe nachfolgend eine Liste mit Links auf Webseiten und Plattformen als Ergänzung an.

Umfassende Präsentation verschiedener Konzepte, Ausstellungskatalog ‚Garden Futures‘ Designing with Nature, ISBN-Nummer 978-3-945852-52-1 Zitate aus dem Katalog, «Der Garten ist die kleinste Parzelle der Welt», «Kann denn Kunst Natur sein…..?»

Gärten und Plattform:
Dan Pearson/Midori Shintani schufen bzw. kreierten den Liao Garten in Zeng Guogu (China)
Jenny Holzer, der schwarze Garten
kunst-als-wissenschaft.de, Botanik in der Kunst
Künstlerinnen die mit Pflanzen, Landschaft oder Landwirtschaft im weiteren Sinne arbeiten:
Alexandra Daisy Ginsberg, Sascha Pohlflepp, pollinator.art, Wegbereiter für Bestäuber
Lucille Viaud, ‚Glas aus dem Meer‘, hat Atelier in der Bretagne und fügt dem Glas Materialien zu
Celine Baumann, Parlament der Pflanzen
Teresa Chen
Axel Hütte
Henrik Spohler
Makoto Azuma
Wolfang Laib, Forschung und Zelebrieren von Farbe, Form und Struktur
Herman de Vries
Nicolas Floch

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