Grüner Gärtnern mit weniger Plastik

Das wilde Leben einladen — denn das Wort Abfall gibts nicht mehr.  Ein Zitat das ich mal irgendwo aufgeschnappt habe. Es gefällt mir sehr. Mit etwas Einfallsreichtum kann beim Gärtnern viel dafür getan werden. Und mehr Biodiversität, Ressourcenschonung und Wiederverwertung natürlicher Materialien wird rasch zur Gewohnheit.

Die folgende Liste lässt sich ergänzen. Für weitere Vorschläge über das Formular bin ich offen.


Allgemeines

  • An brütende Vögel denken, je nach Grösse des Gartens Nistkästen, Futterplätze und Futtertröge einrichten
  • Teiche einplanen, bzw. Wasserstellen
  • Einfache Handwerkzeuge verwenden, Elektrogeräte vermeiden.
  • Mehr Recycling einführen: Zum Beispiel Rankstützen aus Holz als Haufen für kleinere Tiere wie Igel und Blindschleichen aufschichten. Darauf können auch Äste des Rosen- und Brombeerschnitts sowie der Schnitt anderer verholzter Sträucher und Stauden gelegt werden. Garten-Deko aus Naturmaterialien selber herstellen oder kaufen.
  • Erdsäcke umdrehen, mit Laub füllen, ein paar Löcher einstechen und im Garten an einen passenden Ort ablegen. Nach ca. einem halben Jahr aufbewahren sollte das Laub verrottet sein und kann als Humus ausgebracht werden.
  • Wenn möglich auch zuhause kompostieren, Humofix ein Pulverextrakt aus diversen Pflanzen von Benediktinerinnen der Abtei Fulda zubereitet, hilft sehr dabei. Behälter und Zubehör zum Beispiel bei waschbaer.ch erhältlich.
  • Jauchen und Brühen zum Düngen und als Pflanzenschutz einsetzen. Sogar Wildkräuter helfen auf diese Weise anderen Pflanzen zu wachsen.
  • Bereits beim Samenkauf auf saisonale Wahl achten. Um das Risiko eingeführter Krankheiten und invasiver Pflanzen zu minimieren, online Bio-Samen bestellen. Mehr dazu…
  • Wo immer möglich (Wild)Blumenwiesen aussäen. Für PicNics Patches ausmäen.

Plastikverbrauch gezielt eindämmen

  • Schon vorhandenen Plastik solange wie möglich nutzen. Zinkgefässe sind sehr schwer. Wer es leichter mag oder den Rücken schonen muss, verwendet mindestens Hartplastik-Giesskannen. Sind Geräte am zerbröseln, nicht mehr verwenden
  • Wellkarton anstelle Kunststoffmembranen verwenden um Flächen von Unkraut zu befreien
  • Handwerkzeuge mit Holzgriffen verwenden und kaufen. Brockenhäuser haben immer welche auf Lager
  • Papiertöpfchen für Samen aus alten Zeitungen herstellen. Stöpsel dazu auf waschbaer.ch zu kaufen oder wie im Beitrag den guten alten Eierkarton einsetzen. WC-Papierrollen können ebenfalls als Samentöpfchen fungieren. Sie sind am besten für grosse Samen wie Bohnen geeignet
  • Langlebige und immer wieder verwendbare Aussaatschalen aus Gummi anschaffen
  • Holzsaatschalen selber bauen aus Palletten und Früchtekisten. Damit können auch Hochbeete gebaut werden. Anleitungen gibts auf Pinterest und Instagram
  • Beim Kauf von allerlei Pflanzen in Gartencentern und Gärtnereien darauf achten, dass die Pflanzen in kompostierbaren Töpfchen verkauft werden. Wenn alles nur aus Plastik ist, zumindest das Verkaufspersonal darauf ansprechen
  • Beim Kauf von Bäumen, Büschen und Stauden auf Nacktwurzler umsteigen, um grosse Plastiktöpfe gar nicht erst mitgeliefert zu bekommen
  • Für den Winter ein Gemüse-Abo in deiner Gegend abschliessen, wie zum Beispiel in Zürich bei ortoloco.ch usw. Das Gemüse wird meines Wissens nicht in Plastikfolie verpackt, geliefert.