Frauen und ihre Gärten (Teil 3)

Hereinspaziert

Wilder Rosengarten

Monäs Garten liegt hinter einem Reiheneckhaus in einem Winterthurer Quartier. Alle drei Hausmauern werden von Büschen und Stauden eingerahmt. 

Monä liebt Pflanzen und gärtnert leidenschaftlich seit sie als junge Frau aufs Land in ein Bauernhaus zog. Sie hat sich damals für den Gemüseanbau vieles selber beigebracht, von erfahrenen Nachbarinnen gelernt und sich aus dem auch heute noch aktuellen Standardwerk ‚Der Bio-Garten’ von Marie-Louise Kreuter, das benötigte Wissen geholt. 

Auch im eher kleinen, städtischen Blumengarten bestimmt Nachhaltigkeit als wichtiges Thema, die Art wie Monä gärtnert. Sie sagt, sie habe Tendenz zum Überschwang mit den Pflanzen im Garten. Ein Gleichgewicht zwischen natürlich und gepflegt sei ihr Ideal. Vieles wachsen lassen und sich dadurch Über-raschungen aussetzen. Das wiederum ergibt die willkommene Wildheit.

Von der Quartierstrasse durch ein kleines hölzernes Gartentor tritt man unter den Rosenbogen, umrankt von einer «New Dawn»-Kletterrose, in den Garten. Mitten auf dem Rasen steht ein Kirschbaum. Links davon verläuft ein circa 1.5m breites Mixed Boarder-Beet gewellt direkt zur Terrasse des Hauses. Dieses Stauden-Beet ist in verschiedenen Farbtönen gehalten. Dazwischen immer wieder Rosenbüsche, wilde, edle, duftende und multiflorale.

Am rechten Rand führt ein ebenfalls geschwungener Kiesweg Richtung Haus, vorbei an einem sonnigen Sitzplatz, den Monä mit Familie und Freunden an warmen Sommerabenden zum Essen nutzt. Die von Monä selbst kreierten und hergestellten Tonfiguren, an diversen Orten im Garten platziert, unterteilen den Garten in kleine Bereiche. Rechts des Gartens zieht sich ein schmales, leicht abfallendes  Blumenbeet der Länge nach bis zum anderen Ende des Grundstücks. Darin wachsen Blütenstauden und wie könnte es anders sein, einige Rosensträucher.
In der Rasenmitte, nahe der Terrasse und auf der Längsachse des Kirschbaumes, steht ein Quittenbaum. Obst im Garten findet Monä einfach unerlässlich. Die Terrasse mit Sitzplatz vor dem Haus wirkt mediterran. Zahllose Töpfe, bepflanzt mit botanischen Trouvaillen und diversen Küchenkräutern bilden zusammen mit den Dekorativen Fundstücken eine geradezu märchenhafte Atmosphäre.

«Ohne Garten bin ich nun ein halber Mensch.

Die absolute Lieblingsrose

Der betörende Duft von Rosenblüten: Rosen in jeglicher Form und Farbe kann sie nicht widerstehen. Wenn ihr eine gefällt, muss sie sie kaufen. Durch das dichte kombinieren mit Stauden, müssen sie wenig geschnitten werden. Die Lieblingsrose namens ‚Rose de resht’, eine alte Sorte mit intensiv süsslichem Duft, die nur zwei Tage blüht. Früher wurde diese Rose zur Parfumherstellung verwendet. Monä nimmt häufig Blütenblätter der ‚Rose de resht’ um einen Salat zu verfeinern oder eine Pesto herzustellen. Für die Rosen-Pesto braucht es die Rosenblütenblätter, Olivenöl, Salz, Pfeffer und wenige geröstete Pinienkerne.