Schlagwort: Porträts

  • Die Sterndolde – Astrantia major

    Die Sterndolde – Astrantia major

    Meine erste Begegnung mit dieser wunderschönen Pflanze, hatte ich auf einer Kräuterwanderung im Berner Oberland. Der Leiter machte uns auf einer Bergwiese nahe eines Wäldchens auf eine Sterndolde aufmerksam. Die fragilen Blüten der Staude in Sternenform bezauberten mich sofort. Bei der Namenssuche meines Garten-Blogs kam deshalb nur dieser eine Pflanzenname in Frage, ein Sinnbild an Zartheit und Zähigkeit.

    • Blüht bis zu sechs Monate, von August bis Oktober
    • Mehrjährige Staude; versamt sich selbst, kann so viele Jahre durch den Garten wandern
    • Delikate Blüten
    • Robuste, winterharte Staude
    • Liebt sonnige bis halbschattig Standorte
    • Braucht humusreichen, durchlässigen, feuchten Boden. Gedeiht auch auf alpinen Wiesen
    • Fühlt sich auch in der Nähe von Gehölzen wohl
    • Vermehrung durch Teilung im Frühling oder durch Aussaat im Spätsommer
    • Sterndolden kreuzen sich gerne
    • Ihr Blätterwerk wird beim Abblühen rostig.

    In seinem Artikel über die Sterndolde gibt Stephan Aeschlimann Yelin, Gärtner und Geschäftsinhaber der gartenwerke.ch, einen Gesamtüberblick zur Sterndolde, deren Gartengeschichte und wie sie die Aufmerksamkeit  verschiedener Züchterinnen in England und Holland erregte. Zudem klärt er über die verschiedenen Neuzüchtungen auf und gibt Anregungen für Kombinationen mit andern Stauden.

     

  • Frauen und ihre Gärten (Teil 1)

    Frauen und ihre Gärten (Teil 1)

    Die Fülle auf einem Flachdach in der Stadt

    Schon als Kind entdeckte Susanne das Gärtnern für sich im elterlichen Schrebergarten. Sie hatte ihr eigenes Beet, welches sie bepflanzen durfte, wie sie wollte.

    Auf dem Balkon der allerersten eigenen Wohnung begann sie mit Pflanzen in Töpfen zu experimentieren. Bei jedem Umzug wurde der (Topf-)Garten grösser, sie probierte mehr und mehr aus. Susanne versuchte sich bald mit der Gemüseanzucht.

    Heute auf ihrem ca. 100 m2 grossen Dachgarten nehmen im Sommer diverse Tomatensorten und Salate die Breitseite in Beschlag. Susanne sagt, sie wolle das Beste, was der Sommer an Frische zu bieten habe, täglich auf dem Tisch.

    In den 1990er Jahren hat sie ihr Gartenreich mitten in der Stadt mit viel Geduld und Aufwand entstehen lassen. Die Pflanzfläche hat sich nach der Verbesserung des Bodens, der gerade mal 25cm tief ist, stetig vergrössert. Susanne hat verschiedene Ecken und Räume gestaltet. Ihre Vorliebe für ganz spezielle Pflanzen, die sie von (Garten-)Reisen meist in Form von Samen mitbringt, hat dazu beigetragen, dass ein exotisches Flair über die Terrasse weht.

    Susanne findet, sie könne sich hier völlig ausleben, was das Gärtnern betreffe und wirklich, sie hat ihren Garten in eine kleine bunte Oase verwandelt.

    «Im Garten sehe ich, was ich gearbeitet habe und es bringt mehr als schmutzige Hände, es erdet mich.»

    Gaillardia
    Gaillardia

    Delikate und exotische Pflanzen:
    Zum Beispiel eine rotviolette Gaillardia ursprünglich aus Nordamerika stammend oder die wohlduftende Tuberosa. In einer Ecke beim Sitzplatz steht die Abendpflanze Mondwinde (Calonyction album) in einem Topf. Die gedrehten Blüten öffnen sich bei Dämmerung in Sekundenschnelle und wirken wie offene weisse Fächer. Oder die Schokoladen-Kosmeen, die botanisch eigentlich gar keine Kosmeen sind, mit samtig rotbraunen Blütenblättern.

     

  • Gärtnern in der Stadt

    Gärtnern in der Stadt

    SRF kümmert sich ums ‚Urban Gardening‘ und sendet während den Sommerferien eine 7-teilige Reihe von Menschen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Die einen sind bereits langjährige Könner auf ihrem Gebiet und die anderen haben erst kürzlich zum Gärtnern gefunden und möchten aktiv dazu lernen. Jeder Teil porträtiert eine Facette dieses Tuns  und bringt jeweils zwei Personen zusammen, die in unterhaltsamer Weise drumherum kreisen. Jeden Donnerstagabend bis 20. August um 22.15 Uhr auf SRF 1.

  • Die neuste Ausgabe von «Apartamento» ready to love

    Die neuste Ausgabe von «Apartamento» ready to love

    Vor einigen Jahren las ich einen Artikel über ein neues Magazin, welches erfrischend anders sein soll. Von jungen Leuten aus Spanien gemacht, die andere Leute in ihren Wohnungen, Häusern, Gärten besuchen über sie schreiben, mit ihnen reden, richtig viel Zeit mit den Bewohnerinnen verbringen, Fotos machen und die Reportagen dann auf hinreissende Art in eine handliche Magazin-Form bringen.

    Es verging aber noch eine ganze Weile bis ich das Magazin zum ersten Mal in den Händen hielt. Ein Aufatmen — endlich. Apartamento geht unprätentiös und unglaublich kreativ mit dem Thema Wohnen um und gewährt uns intime Blicke auf Erinnerungen, Lebensthemen, Möbelstücke und Sammlungen und vor allem — Menschen. Apartamento feiert das Wohnen und das Leben.